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Renaissance-Heimstätte einer großen Familie mit faszinierenden Fresken
„Schivar la noia“ (der Langeweile entfliehen). Unter diesem Motto wurde zu Ende des 14. Jahrhunderts im Namen von Alberto V. von Este in Ferrara eine Residenz zur Erholung und Erbauung der Regenten dieser Stadt errichtet. Der in den folgenden Jahrzehnten erweiterte Palazzo Schifanoia wurde während der Regierungszeit des Borso d’Este mit einem großen Festsaal, dem Salone dei Mesi, ausgestattet, der 1469 und 1470 von den großen Meistern der Ferrareser Schule mit Fresken reich geschmückt wurde: Cosmé Tura, Francesco del Cossa und Ercole de’ Roberti. Dieser Zyklus gilt bis heute aufgrund seiner künstlerischen Qualität und den zahlreichen Bezügen zur neoplatonischen Kultur jener Zeit als eines der edelsten und originellsten Beispiele italienischer Renaissancekunst. Band XIV der Serie „Mirabilia Italiae“ erschien aus Anlass der Ausstellung, die im Herbst 2007 den Glanz der Regierungszeit des Borso d’Este zum Gegenstand hatte, und illustriert nicht nur den berühmten, vor kurzem restaurierten Monatszyklus durch umfassende Aufnahmen und einen vollständigen historisch-kritischen Apparat in Bild und Text, sondern auch alle anderen Räume des Palazzos mitsamt den zahlreichen Kunstwerken des herrschaftlichen Hauses.


























