Eine einzigartige Ausstellung zur Freude aller Bücherfreunde und Liebhaber der Renaissance. Vom 20. bis 22. November 2009 wird die „Biblioteca Impossibile“, Faksimiles illuminierter Handschriften im Museo Archeologico in Caltanissetta ausgestellt. Die Ausstellung wird am Donnerstag, 19. November um 18:00 eröffnet und ist noch drei Tage danach von 10:00 bis 13.00 und von 16:00 bis 18:30 öffentlich zugänglich. Veranstaltet wird der Event von der Sopraintendenza die Beni Culturali e Ambientali di Caltanissetta und Franco Cosimo Panini Editore.
INFORMATIONEN: „La Biblioteca Impossibile“ Museo Archeologico, Contrada Santo Spirito, Caltanissetta
Eröffnung: Donnerstag, 19. November 2009, 18:00
Die Ausstellung ist von 20.-22. November von 10:00 bis 13:00 und von 16:00 bis 18:30 zugänglich.
Panini präsentiert das Ghislieri-Stundenbuch in PaviaPanini präsentiert das Ghislieri-Stundenbuch in Pavia
Vorhang auf für das Stundenbuch des Bonaparte Ghislieri – die Reproduktion der wertvollen Renaissance-Handschrift wird am Donnerstag, 26. November 2009 um 18:00 in Pavia im prestigeträchtigen Rahmen des 1567 von einem Vertreter der Adelsfamilie Ghislieri gegründeten Collegio Ghislieri präsentiert. Der Abend findet unter Teilnahme von Virginio Rognoni, einer der Alumni des College, Ezio Berbieri, Dozent an der Università degli Studi Pavia, und Gianfranco Malafarina, Herausgeber der Zeitschrift Folia – Emozioni in miniatura statt. Bei dieser Gelegenheit können alle Anwesenden die Faksimile-Edition des Ghislieri-Stundenbuches persönlich in die Hand nehmen, dessen Original heute in den Hochsicherheitssafes der British Library in London gehütet wird. Das Faksimile hat eine Auflage von nur 980 Exemplaren und reproduziert die einzige Handschrift mit einer Miniatur von Pietro Perugino.
Event: „Das Stundenbuch des Bonaparte Ghislieri“
Wo: Pavia, Collegio Ghislieri
Wann: Donnerstag, 26. November 2009, 18:00
Wer: Ezio Barbieri, Gianfranco Malafarina, Virginio Rognoni
Einladungen unter: Numero verde 800 019698
Das wertvollste Renaissance-Buch der Lombardei im exklusivsten Ambiente des Mailands von heute. Während der gesamten Weihnachtszeit widmet die Seven Stars Galleria, das erste und einzige 7-Stern-Hotel Europas, dem Torriani-Stundenbuch eine Dauerausstellung. Eine ideale Gelegenheit, um die Perfektion des edlen Milaneser Faksimiles in einem einzigartigen Rahmen zu bewundern.
Event: „Seven Stars Galleria presenta il Libro d’Ore Torriani“
Wo: Mailand, Seven Stars Galleria Hotel, Via Silvio Pellico, 8
Wann: bis 10. Januar 2010
Informationen: Numero verde 800 019698

Das Missale der Sixtinischen Kapelle
Das Farnese-Lektionar
New York Public Library, Ms. MA 91 (Towneley Lectionary)
Das imposante, als Farnese-Lektionar bekannte, kurz nach der Mitte des 16. Jahrhunderts in Rom für Kardinal Alessandro Farnese angefertigte liturgische Werk stellt einen absoluten Höhepunkt der Buchkunst dar. Ein herausragendes Werk, das durch seine Monumentalität und seinen außergewöhnlich reichen Schmuck besticht.
Der prachtvolle Buchschmuck
Mit diesem Kodex wollte der Kardinal ein wirklich prunkvolles Werk in Auftrag geben, ein Meisterwerk, das Jahrhunderte lang in der Sixtinischen Kapelle während der feierlichen religiösen Zeremonien als Missale in Gebrauch stand, die von den Päpsten und anderen Kirchenfürsten gehalten wurden. In seinen großartigen Vollbildern, umgeben von leuchtend goldenen, mit Putten, Masken und Blüten belebten Rahmen, finden sich Anklänge an die großen Meister der Renaissancemalerei, insbesondere Michelangelo und Raffael.
Ein berühmter Buchmaler
Mit ihrem hochwertigen Schmuck stellt die Handschrift eines der erlesensten Werke von Giulio Clovio (1498-1578) dar, des berühmtesten italienischen Illuminators der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, den Giorgio Vasari in der zweiten Auflage seiner Vite als „kleinen Michelangelo“ bezeichnet. Neben dem Farnese-Stundenbuch wird das Lektionar von dem Florentiner Geschichtsschreiber als Hauptwerk des Künstlers zitiert, eines gebürtigen Kroaten, der 1516 nach Italien kam und dort mit seinen illuminierten Handschriften Furore machte.
Der neugotische Einband
In Ermangelung des Originaleinbands, der in den Wirren der napoleonischen Kriege verloren ging, wurde die Handschrift von den Londoner Buchbindern Benjamin II und James Smith 1809-1810 mit einem seltenen, sehr wertvollen Überzug aus rotem Samt im neugotischen Stil ausgestattet. Eckbeschläge und Schließen sind aus ziseliertem Silber, auf dem Vorderdeckel findet sich das mehrfärbige Porzellanwappen der Familie Towneley als letzter Besitzerin des Werks.
Die Website zum Werk: www.lezionariofarnese.it
Das Werk wird von einem Kommentarband unter Federführung von Jonathan J. Alexander begleitet, mit Beiträgen von Jonathan J. Alexander, Nicholas Barker, Elena Calvillo und Clive Wainwright.

Der berühmteste Kodex aller Zeiten
Die Très Riches Heures des Herzogs von Berry Bibliotheque du Château de Chantilly, Ms. 65
Die Très Riches Heures des Herzogs von Berry, unbestrittener Höhepunkt der flämischen Miniaturenmalerei, stellen mit Sicherheit den berühmtesten illuminierten Kodex aller Zeiten dar. Das um den Beginn des 15. Jahrhundert von den drei größten Buchmalern ihrer Zeit, den Gebrüdern Limburg, ausgeführte höchst außergewöhnliche Buch war ursprünglich der ganze Stolz der Bibliothek Jean de Berrys, die über dreihundert Meisterwerke umfasste.
Der wertvolle Buchschmuck
Jede Seite dieses herausragenden Manuskripts weist einen enorm opulenten, abwechslungsreichen Schmuck auf. Die insgesamt 208 Blätter beherbergen mehr als dreitausend vergoldete Initialen und gut 130 gold- und silbergehöhte Miniaturen, darunter die zwölf hochberühmten Kalenderbilder, in denen ein Sinn für die Harmonie zwischen Mensch und Natur spürbar wird.
Drei Meister für einen bibliophilen Auftraggeber
Die Très Riches Heures des Herzogs von Berry stellen den unerreichten Höhepunkt der europäischen Illuminationskunst zwischen dem Ende der Gotik und dem Beginn der Renaissance dar und gelten als absolutes Hauptwerk der Gebrüder Hermann, Paul und Jehanequin Limburg. Die drei Brüder aus Nimwegen wirkten von 1411 bis 1416 an der Ausstattung des Kodex mit und verstarben dann 1416 auf mysteriöse Weise, vermutlich an der Pest. Bei ihrem Tod war das Buch noch unvollendet und wurde erst 1485 auf Geheiß von Karl I., Herzog von Savoyen, durch einen weiteren hervorragenden Buchmaler namens Jean Colombe fertiggestellt. Jean de Berry war ein überaus gebildeter Mann, ein großer Bücherfreund und fachkundiger Sammler von Antiquitäten, Gobelins, Münzen, Juwelen, Reliquien, Kameen und Herrscherporträts, die heute aus den punktgenauen Inventarien seiner Sammlungen bekannt sind, welche sein Bibliothekar Robinet d’Etampes für ihn angelegt hat.
Eine verzauberte Welt
Von den Miniaturen der Brüder Limburg geht eine unmittelbare, sehr packende Faszination aus; sie vermitteln dem Betrachter eine Welt, die verzaubert scheint. Durch ihre meisterhaften Fähigkeiten und Kenntnisse in sowohl Farbgestaltung und Komposition sowie ihre genaue Beobachtungsgabe führen uns die drei Brüder die Zerstreuung bei Hof genauso vor Augen wie die Anstrengungen der Feldarbeit, die betörende Schönheit der Landschaft und die Monumentalität der Burgen und ummauerten Städte, die prunkvolle Gewandung der hohen französischen Gesellschaft und die simplen Kleider der Bauern.
Die Website zum Werk: www.tresrichesheures.it
Das Werk wird von einem Kommentarband unter Federführung von Patricia Stirnemann und Inès Villela-Petit begleitet, mit Beiträgen von Milvia Bollati, Jean-Laurent Hablot, Marie Jacob, Jean-Baptiste Lebigue, Jean Mesqui, Margaret Scott, Patricia Stirnemann, Emannuelle Toulet und Arie Wallert.

Ein Gesellschaftsspiel der italienischen Renaissance
Seit jeher stellt sich der Mensch die Frage nach seiner Zukunft.
Was wird aus mir? An wen kann ich mich wenden, um eine Antwort zu erhalten, die mir hilft, mein eigenes Schicksal vertrauensvoll anzunehmen? Um diesen Bedarf zu befriedigen erfand und schrieb der Perugianer Lorenzo Spirito Gualtieri (1426-1496) eigenhändig zur Zerstreuung einer Adelsfamilie in Perugia (vielleicht die Braccio da Montone) ein Gesellschaftsspiel – Il Libro delle Sorti – das Fragen und Antworten zu Themen enthielt, mit denen man sich auch damals gerne beschäftigte: Glück, Ehe, Geburt eines Kindes, der Zeitpunkt des Todes, Ausgang eines Krieges oder geschäftlicher Erfolg. Die heute in der Biblioteca Nazionale Marciana in Venedig bewahre Handschrift wurde hervorragend angenommen und mit Dutzenden Druckauflagen in Italien und international in kürzester Zeit zu einem großen verlegerischen Erfolg.
Das von seinem Autor 1482 fertig gestellte Libro delle Sorti umfasst fünf Abschnitte – Rad der Fortuna, König, astrologische Symbole, Himmelssphären, Propheten – die jeweils im ersten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts von umbrischen Malern aus dem Umfeld des Pietro Perugino und des jungen Raffael illustriert wurden. Ein prachtvoller Miniaturenzyklus mit Goldhöhungen, der das mittelitalienische Bildgut dieser Zeit perfekt vereint.
Merkmale
• Vollständige Reproduktion des Kodex lt. IX, 87 (=6226) der Biblioteca Nazionale Marciana in Venedig.
• Einzelband im Format 17,4x24,4 cm, 128 Seiten.
• Druck mit speziellem stochastischen Raster und Reproduktion der Goldpartien mit Blatt- und Pinselgold
• Handwerklich gebunden mit handgehefteten Lagen
• Buchdecke aus Pergament mit Goldprägung
• Limitierte Ausgabe: 980 nummerierte und durch Zertifikat bestätigte Exemplare
• Kommentarband im selben Schuber
• Spielanweisung mit Regeln und Text
• Elegante Kassette aus kostbarem Mahagoni mit Abteilungen für das Faksimile, den Kommentar, die Spielanweisung und drei dazugehörende Würfel
Wie jede Faksimile-Edition von Franco Cosimo Panini Editore wird auch das Schicksalsbuch des Lorenzo Spirito Gualtieri von einem wissenschaftlichen Kommentarband begleitet, der von bedeutenden Fachleuten und Forschern der Materie erstellt wurde. Der im Verlauf der Reproduktion und der Aufnahmen zum Faksimile redigierte Band gibt den letzten Wissensstand wieder und trägt dazu bei, die historischen und künstlerischen Hintergründe der Handschrift in allen Aspekten näher zu beleuchten. Darüber hinaus enthält er eine umfassende kodikologische Darstellung und ausführliche Detailinformationen zu jeder einzelnen Seite der wertvollen Handschrift.

Il gioiello del Rinascimento lombardo
Das Torriani-Stundenbuch
Bibliothèque du Château de Chantilly, Ms. 83
Trotz der geringen Größe darf dieses wertvolle Stundenbuch aufgrund des so außergewöhnlichen Einbands und des reichen Miniaturenzyklus als ein veritables Juwel gelten.
Der wertvolle Einband
Das Torriani-Stundenbuch ist eine der wenigen Handschriften ihrer Zeit, die noch den Originaleinband aufweist und daher ein Gegenstand von hohem Seltenheitswert! Die beiden Buchdeckel aus ziseliertem vergoldeten Silber sind reich mit Kameen der Heiligen Katharina und Luzia geschmückt, auf der Innenseite prangen 14 emaillierte Darstellungen wie der Judaskuss, die Kreuztragung sowie zwölf Heiligenbüsten. Das Torriani-Stundenbuch stellt somit einen herausragenden Zeugen des Überschwangs und der Finesse dar, wie sie für Andachtsgegenstände aus den milanesischen Goldschmiedeateliers unter den Sforza typisch waren.
Der aufwendige Buchschmuck
Gut dreißig Miniaturen schmücken den kleinen Kodex für die private Andacht: Zwölf davon illustrieren den Kalender, achtzehn das Marienoffizium, darunter sechs Vollbilder und zwölf mit historisierten Initialen, Fantasiearchitekturen sowie Blütenzweigen mit Putten, Vögeln und Hasen.
Eine renommierte Buchmalerwerkstatt
Der Bilderzyklus des Torriani-Stundenbuches lässt sich auf das milanesische Buchmaleratelier des Giovanni Ambrogio de Predis zurückführen. Eine renommierte Werkstatt, die mit den neuesten Ergebnissen der lombardischen Malerei des 15. Jahrhunderts aufwartete, insbesondere der Kunst des Leonardo da Vinci, mit dem Predis 1483 an der Felsenmadonna zusammenarbeitete. Der höchst naturalistische Randschmuck, in dem blühende Triebe, Tiere und Juwelen prangen, stammt von der Hand des jungen Matteo da Milano, einem der wichtigsten Miniaturenmaler milanesischen Ursprungs, der für die berühmtesten Häuser der italienischen Renaissance tätig war.
Die Website zum Werk: www.oretorriani.it
Das Werk wird von einem Kommentarband unter Federführung von Pier Luigi Mulas begleitet, mit Beiträgen von Marco Collareta, Jean-Baptiste Lebigue und Monica Visioli.

Ein Juwel in Purpur und Gold
Das Durazzo-Stundenbuch, welches nach seinem letzten Besitzer benannt ist, stellt ein kleines Meisterwerk des Malers und Buchmalers Francesco Marmitta dar. Ein ungewöhnliches Werk, das sich von anderen Andachtsbüchern für den privaten Gebrauch durch zwei Besonderheiten unterscheidet – die Verwendung von purpurfarbenem Pergament und die Chrisographie, also Goldschrift, hier von der Hand eines Meisters der Kalligraphie namens Pietro Antonio Sallando, Dozent an der Universität Bologna.
Der Goldschmied der illuminierten Seiten
Der herausragende, auch als Goldschmied und Schnitzer hochbegabte Künstler Francesco Marmitta (1462/1466 bis ca. 1505) aus Parma hat seine Fähigkeiten nicht nur in Luxusbänden wie dem Durazzo-Stundenbuch bewiesen, sondern auch im wunderschönen Missale des Domenico della Rovere im Museo Civico Turin. Aus seinen Meisterwerken sprechen neben einer großen Sensibilität der Linienführung und einem ausgeprägten Talent für die Landschaftsmalerei, eine besondere Vorliebe für Juwelen, Medaillen und Kameen, die er in einer raffinierten Malweise wiedergibt.
Bezaubernder Buchschmuck
Die intendierte Bezugnahme auf die klassische Tradition durch den Gebrauch von Purpur und von Goldbuchstaben wird durch das Schmuckrepertoire, bestehend aus Panoplien, Medaillen, Kameen und Bucranien noch betont, während die Bildsprache des Kalenders und des Marienoffiziums Anleihen aus dem neueren Schatz der Bologneser Bildkultur erkennen lässt, mit besonderem Augenmerk auf Amico Aspertini.
Der raffinierte Einband
Der elegante, aufwendige Einband aus ziseliertem Silber und getriebenen Goldteilen auf Purpursamtgrund stammt aus der Entstehungszeit des Buches, das mit der selben Freude an der Dekoration gestaltet wurde. Prachtvoll auch die überbordenden klassizistischen Motive wie Palmetten, Akanthuszweige, Lavendel, Trauben, Vasen, Masken, Skarabäen und Stierköpfe. Die Silberschließen zieren zwei kleine Rubine.
Die Website zum Werk: www.oredurazzo.it
Das Werk wird von einem Kommentarband unter Federführung von Andrea De Marchi begleitet, mit Beiträgen von Beatrice Bentivoglio-Ravasio, Andrea De Marchi, Davide Gasparotto, Laura Malfatto, Laura Nuvoloni und Federica Toniolo.

Eine Pinakothek en miniature
Das Stundenbuch des Bonaparte Ghislieri
London, British Library, Ms. Yates Thompson 29
Ein Schmuckkästchen der Meisterwerke Im Bestreben, eine kleine Anthologie des Besten zu schaffen, was die mittelitalienische Buchmalerei dieser Zeit zu bieten hatte, wollte Ghislieri einige der berühmtesten und anerkanntesten Künstler der Zeit zusammen bringen, wobei jeder eine ganzseitige Miniatur beisteuern sollte. So bietet diese Handschrift eine Abfolge verschiedener Hände, darunter Amico Aspertini: Anbetung der Hirten, Perugino: hl. Sebastian, Lorenzo Costa: König David mit der Kithara, Francesco Francia: hl. Hieronymus und vermutlich Matteo da Milano: Verkündigung.
Bewundernswerte Ausstattung
Bewundernswert ist auch der Rahmenschmuck der Bilder, der reich mit Blütenmotiven und klassischen Elementen versehen ist. Einige Seiten sind mit Grotesken umgeben, grazilen, bizarren Figuren in Anlehnung an den Schmuck der Grotten am Esquilin in Rom bzw. den unterirdischen Überresten des domus aurea von Nero, die 1480 entdeckt und von den Malern dieser Zeit bereitwillig aufgegriffen wurden.
Der wertvolle Einband
Besondere Erwähnung verdient auch der Einband, ein Überzug aus fein geprägtem Saffianleder mit Blumenmotiven auf einem Grund aus buntem Seidenatlas. Die Buchdeckel wurden mit zwei harten Steinen besetzt, zwei zentrale Medaillons zeigen die Figuren der Verkündigung.
Die Homepage zum Werk: www.oreghislieri.it
Das Werk wird von einem unter Federführung von Massimo Medica verfassten Kommentar begleitet, mit Beiträgen von Giancarlo Benevolo, Peter Kidd und Massimo Medica.

Der Stolz eines großen Herrschers
Die Göttliche Komödie des Alfons von Aragon
London, British Library, Ms. Yates Thompson 36
Dieses herausragende Manuskript der Divina Commedia, das mit mehr als einhundert prachtvollen Miniaturen und historisierten Initialen zur Einleitung der Gesänge geradezu verschwenderisch ausgestattet ist, wurde in der Toskana um die Mitte des 15. Jahrhunderts im Namen eines berühmten Auftraggebers, Alfons von Aragon genannt der Große, König von Neapel, in Auftrag gegeben. Die Handschrift ist deswegen so besonders wertvoll, weil sie zu den wenigen gehört, die alle drei Gesänge des weltberühmten Gedichts von Dante erschöpfend illustrieren.
Zwei wahrhaft große Namen der Buchmalerei Der prachtvolle Bilderzyklus in der Göttlichen Komödie ist das Werk zweier unterschiedlicher Künstler aus Siena: Lorenzo di Pietro, genannt der Ältere (Vecchietta), der von 1442 bis 1450 sämtliche Initialen sowie die Szenen des Inferno und der Hölle geschaffen hat; sowie Giovanni di Paolo, der in der Ausstattung des Paradieses die spirituelle Seite gedanken- wenn nicht traumverloren in märchenhaft, irreale Stimmungen übersetzte.
Kontrastierende Stimmungen In den 115 illuminierten Szenen des Bas-de-Page ist die unterschiedliche Inspiration der beiden Künstler klar erkennbar. So steht der leuchtenderen und dramatischeren Ader des Vecchietta das strahlende Blau der Himmel des Giovanni di Paolo gegenüber, die betörende Schönheit seiner von der Toskana inspirierten Landschaften und die den meisten Miniaturen eigene Präsenz der Figuren von Dante und Beatrice.
Leuchtendes Gold Zur außergewöhnlichen Eindringlichkeit der Bilder kommt noch die Opulenz der Goldelemente, mit denen die Rahmen jeder einzelnen Seite verziert sind, insbesondere jener des Paradieses, um den gemalten Szenen eine besondere Leuchtkraft zu verleihen. Darüber hinaus ist die elegante Schrift des einspaltig geschriebenen und durch Initialen gegliederten Texts perfekt lesbar, eine Besonderheit, die neben der Betrachtung der zauberhaften Illustrationen auch die Lektüre der Verse zum Hochgenuss werden lässt.
Wie jede Faksimile-Edition von Franco Cosimo Panini Editore wird auch Die Göttliche Komödie des Alfons von Aragon von einem wissenschaftlichen Kommentarband begleitet, der von bedeutenden Fachleuten und Forschern der Materie erstellt wurde. Der im Verlauf der Reproduktion und der Aufnahmen zum Faksimile redigierte Band gibt den letzten Wissensstand wieder und trägt dazu bei, die historischen und künstlerischen Hintergründe der Handschrift in allen Aspekten näher zu beleuchten. Darüber hinaus enthält er eine umfassende kodikologische Darstellung und ausführliche Detailinformationen zu jeder einzelnen Seite der wertvollen Handschrift.

Kronjuwel der Florentiner Buchkunst
Das Stundenbuch des Lorenzo de’ Medici
Firenze, Biblioteca Medicea Laurenziana, Ms. Ashburnam 1874
IBei dieser Handschrift handelt es sich um eines von fünf „Offizienbüchlein für Frauen“, die in einem 1492 aus Anlass des Ablebens von Lorenzo de’ Medici erstellten Inventar erwähnt sind, der diese vermutlich als Hochzeitsgeschenk für seine Töchter in Auftrag gegeben hat.
Bereits die Umschreibung „für Frauen“ evoziert etwas kleines und gleichzeitig so wertvolles wie ein Juwel, das für die delikaten Hände einer Renaissance-Dame gedacht war. Kaum größer als eine heutige Ansichtskarte (er misst gerade mal 10x15 cm), besticht der Kodex Ashburnham 1874 noch bevor man ihn aufschlägt durch seinen außergewöhnlichen Einband aus violettem Samt, mit Beschlägen und Eckbeschlägen aus ziseliertem vergoldetem Silber, die auf Vorder- und Rückdeckel mit einem großen Lapislazuli und vier Rosenquarzen besetzt sind. Alles in dieser Handschrift weist auf eine prestigereiche Herkunft und einen ebensolchen Adressaten hin – vom Einband zur gestochen schönen Schrift, bis zur wohldurchdachten Zusammenstellung der Miniaturen, die Francesco Rosselli zugeschrieben werden, seines Zeichens Kupferstecher, Miniator, Kartograf und Maler, neben Francesco di Antonio del Chierico der berühmteste Vertreter der Florentiner Schule. Jedes der 233 Blätter der Handschrift enthält zumindest ein Element, eine Initiale, ein Fries zur Verschönerung des Texts, sie alle sind nach den strengsten Harmonieregeln der Buchkunst auf der Seite angeordnet.
Wie jede Faksimile-Edition von Franco Cosimo Panini Editore wird auch das Stundenbuch des Lorenzo de’ Medici von einem wissenschaftlichen Kommentarband begleitet, der von bedeutenden Fachleuten und Forschern der Materie erstellt wurde. Der im Verlauf der Reproduktion und der Aufnahmen zum Faksimile redigierte Band gibt den letzten Wissensstand wieder und trägt dazu bei, die historischen und künstlerischen Hintergründe der Handschrift in allen Aspekten näher zu beleuchten. Darüber hinaus enthält er eine umfassende kodikologische Darstellung und ausführliche Detailinformationen zu jeder einzelnen Seite der wertvollen Handschrift.

Ein Denkmal fürstlicher Größe
Die Bibel des Federico da Montefeltro
Biblioteca Apostolica Vaticana, Mss. Urb. Lat. 1 e Urb. Lat. 2
Die Bibel des Federico da Montefeltro, ein herausragendes Denkmal der Buchmalerei, stellt sich als jenes Werk der Buchkunst dar, in welchem die italienische und europäische Bildkultur des 15. Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreicht.
Ein herausragendes Werk
Zu einer Zeit entstanden, als der Buchdruck mit beweglichen Lettern seinen Siegeszug antritt, unterscheidet sich die Bibel von der üblichen Typologie des illuminierten Buches sowohl durch ihre beeindruckende Größe als auch durch die Anzahl der Folien, wovon 35 mit Miniaturen versehen sind, die als eigenständige Gemälde gelten können.
Genies der Buchmalerei
Die als Kronjuwel der Biblioteca da Montefeltro gedachte Bibel wurde von Ugo Comminelli da Mézières geschrieben und in Florenz in nur zwei Jahren (1477/1478) von Francesco di Antonio de Chierico ausgestattet: Der höchstbewertete Illuminator jener Zeit wurde dem Duca Urbinate von Lorenzo de’ Medici selbst großzügig „leihweise zur Verfügung gestellt “. Neben Francesco wirkten so berühmte Namen aus der Geschichte der Buchmalerei daran mit wie Attavante degli Attavanti, Francesco Rosselli und mit einiger Wahrscheinlichkeit auch Davide Ghirlandaio, der Bruder des bekannteren Domenico.
Anklänge der Renaissance
Durch die Hand dieser Künstler fließt das überaus reiche Bildgut des Florentiner Quattrocento in die Miniaturen dieser Bibel ein. Ein Blick auf die Bilder genügt, um den Einfluss der bedeutendsten Vertreter der toskanischen Renaissance zu erkennen.
Das Werk wird von einem zweibändigen Kommentar unter Federführung von Ambrogio M. Piazzoni begleitet, mit Beiträgen von Gino Benzoni, Luis Duval-Arnould, Giovanni Morello, Antonio Paolucci, Ambrogio M. Piazzoni, Jean-Louis Tauran und anderen.

Kronjuwel der lombardischen Buchmalerei
Das Stundenbuch der Visconti
Firenze, Biblioteca Nazionale Centrale, Mss. BR 397 e LF 22
Hinter dem Schlagwort Offiziolo Visconti (oder Visconti-Stundenbuch) verbirgt sich ein außergewöhnlich reich illustriertes Gebetbuch in zwei Bänden, dessen Miniaturen in verschiedenen Epochen von zwei sehr unterschiedlichen Malern ausgeführt wurden. Der erste, Giovannino de’ Grassi, stattete mit einigen Gehilfen die ersten Seiten für Gian Galeazzo Visconti aus, nach dessen Ableben 1402 die Arbeiten unterbrochen wurden, um später von Belbello da Pavia wieder aufgenommen zu werden, als Gian Galeazzos Sohn, Filippo Maria, 1412 die Herzogwürde verliehen wurde. In seinen letzten Lebensjahren hatte Gian Galeazzo Pavia und Mailand zu zwei der größten Zentren der europäischen Buchmalerei gemacht, indem er eine wirklich einzigartige Reihe prachtvoll illustrierter Bücher über Pflanzen, Tiere, Medizin und die Jahreszeiten in Auftrag gab. Während der Schreiber, der die Texte des Gebetbuches erstellte, mit seinem Namen Frate Amadeo unterzeichnete, blieben die Buchmaler – wie in dieser Zeit üblich – anonym. Allein aufgrund externer Belege wissen wir, dass die Zeichnungen im ersten Teil der Handschrift der Vorstellungskraft von Giovannino de’ Grassi zu verdanken sind. Der zweite Teil des Stundenbuches ist einem weiteren großen Buchmaler namens Belbello da Pavia zuzuschreiben. Ein Großteil von Belbellos Miniaturen im Visconti-Stundenbuch entstammen der frühen Phase seiner künstlerischen Entwicklung, die sich zunächst durch einen kompakten, detail- und pretiosenreichen Stil auszeichnet und später in die breitere und farblich kühnere Formensprache des Missales von Mantua übergeht.
Wie jede Faksimile-Edition von Franco Cosimo Panini Editore wird auch das Stundenbuch der Visconti von einem wissenschaftlichen Kommentarband begleitet, der von bedeutenden Fachleuten und Forschern der Materie erstellt wurde. Der im Verlauf der Reproduktion und der Aufnahmen zum Faksimile redigierte Band gibt den letzten Wissensstand wieder und trägt dazu bei, die historischen und künstlerischen Hintergründe der Handschrift in allen Aspekten näher zu beleuchten. Darüber hinaus enthält er eine umfassende kodikologische Darstellung und ausführliche Detailinformationen zu jeder einzelne Seite der wertvollen Handschrift.

Die medizinische Enzyklopädie Kaiser Wenzels
Historia Plantarum
Roma, Biblioteca Casanatense, Ms.459
Diese auch unter dem Titel Tacuinum sanitatis bekannte eindrucksvolle Handschrift aus der Biblioteca Casanatense in Rom ist eine Enzyklopädie der Naturwissenschaften mit Beschreibungen von Pflanzen, Mineralien und Tieren unter besonderer Bezugnahme auf ihre medizinische und therapeutische Wirkung. Der Kodex ist auf das ausgehende 14. Jahrhundert datierbar und wurde am Hof Gian Galeazzo Viscontis angefertigt, der ihn später Wenzel IV., König von Böhmen und Deutschland überreichte. Auf den 295 Blättern der Handschrift werden über fünfhundert Illustrationen von Pflanzen in alphabetischer Reihenfolge angeboten, die ein überaus detailliertes und imposantes Bild von der Breite der Kenntnisse über die Pflanzenwelt vermitteln, die man im Italien des Spätmittelalters besaß. Zu diesen botanischen Darstellungen kommen mehr als achtzig Illustrationen von Tieren, aus denen man heilende Wirkstoffe gewann sowie mehr als dreißig Darstellungen mineralischer Derivate. Darüber hinaus bringen zahlreiche Stichworte Szenen und Persönlichkeiten zur Illustration von Episoden aus dem täglichen Leben. Initialen umschließen die Büsten von Ärzten oder Gelehrten.
Wie jede Faksimile-Edition von Franco Cosimo Panini Editore wird auch die Historia Plantarum von einem wissenschaftlichen Kommentarband begleitet, der von bedeutenden Fachleuten und Forschern der Materie erstellt wurde. Der im Verlauf der Reproduktion und der Aufnahmen zum Faksimile redigierte Band gibt den letzten Wissensstand wieder und trägt dazu bei, die historischen und künstlerischen Hintergründe der Handschrift in allen Aspekten näher zu beleuchten. Darüber hinaus enthält er eine umfassende kodikologische Darstellung und ausführliche Detailinformationen über jede einzelne Seite der wertvollen Handschrift.

Die schönste Handschrift der Welt
Die Bibel des Borso d’Este
Modena, Biblioteca Estense Universitaria, Mss. Lat. 422 e Lat.423
Die für Borso d’Este, von 1455 bis 1461 Herzog von Ferrara, angefertigte Bibel stellt den absoluten Höhepunkt der italienischen Buchmalerei der Renaissance dar. In diesem Kodex findet sich erstmals die neue Bildersprache der Renaissance und Buchschmuck, der die neue Rationalität mit der Fantasie und Eleganz der Spätgotik verbindet. An diesem Werk waren die größten Buchmaler ihrer Zeit beteiligt, mit dem Ziel ein Werk zu schaffen, das die Prachtentfaltung am Hof der Este und die Generosität des Herzogs für kommende Jahrhunderte auf Pergament bannte. Die Buchmaler, darunter so herausragende Künstler wie Taddeo Crivelli und Franco de’ Russi bemalten jedes Blatt der Handschrift auf recto und verso. Dabei orientierten sie sich an den neuen Regeln der Perspektive aus der Toskana und am Realismus der flämischen Kunst. Bemerkenswert sind auch die Friese mit einer unglaublichen Vielfalt an Motiven aus der Mythologie, der Tierwelt und Heraldik. Als Gesamtwerk stellt die Bibel des Borso d’Este eine Ausnahmegalerie der Renaissancemalerei dar, an deren Pracht kein anderes zeitgenössisches Monument heranreicht.
Wie jede Faksimile-Ausgabe von Franco Cosimo Panini Editore wird auch die Bibel des Borso d’Este von einem wissenschaftlichen Kommentarband begleitet, der von bedeutenden Fachleuten und Forschern der Materie erstellt wurde. Der im Verlauf der Reproduktion und der Aufnahmen zum Faksimile redigierte Band gibt den letzten Wissensstand wieder und trägt dazu bei, die historischen und künstlerischen Hintergründe der Handschrift in allen Aspekten eingehend zu beleuchten. Darüber hinaus enthält er eine umfassende kodikologische Darstellung und ausführliche Detailinformationen über jede einzelne Seite der wertvollen Handschrift.