Die schönsten Bücher der Welt in einer Ausstellung in Caltanissetta
Das Collegio Ghislieri entdeckt seine Handschrift neu
Seven Stars Galleria feiert das Torriani-Stundenbuch
  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797301Lezionario-Farnese_03.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797311Lezionario-Farnese_07.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797324Lezionario-Farnese_08.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797334Lezionario-Farnese_11.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797346Lezionario-Farnese_15.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797360Lezionario-Farnese_17.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797373Lezionario-Farnese_18.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797385Lezionario-Farnese_19.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797402Lezionario-Farnese_20.jpg

Das Missale der Sixtinischen Kapelle

WERKBESCHREIBUNG

Das Farnese-Lektionar



New York Public Library, Ms. MA 91 (Towneley Lectionary)



Das imposante, als Farnese-Lektionar bekannte, kurz nach der Mitte des 16. Jahrhunderts in Rom für Kardinal Alessandro Farnese angefertigte liturgische Werk stellt einen absoluten Höhepunkt der Buchkunst dar. Ein herausragendes Werk, das durch seine Monumentalität und seinen außergewöhnlich reichen Schmuck besticht.


Der prachtvolle Buchschmuck
Mit diesem Kodex wollte der Kardinal ein wirklich prunkvolles Werk in Auftrag geben, ein Meisterwerk, das Jahrhunderte lang in der Sixtinischen Kapelle während der feierlichen religiösen Zeremonien als Missale in Gebrauch stand, die von den Päpsten und anderen Kirchenfürsten gehalten wurden. In seinen großartigen Vollbildern, umgeben von leuchtend goldenen, mit Putten, Masken und Blüten belebten Rahmen, finden sich Anklänge an die großen Meister der Renaissancemalerei, insbesondere Michelangelo und Raffael.


Ein berühmter Buchmaler
Mit ihrem hochwertigen Schmuck stellt die Handschrift eines der erlesensten Werke von Giulio Clovio (1498-1578) dar, des berühmtesten italienischen Illuminators der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, den Giorgio Vasari in der zweiten Auflage seiner Vite als „kleinen Michelangelo“ bezeichnet. Neben dem Farnese-Stundenbuch wird das Lektionar von dem Florentiner Geschichtsschreiber als Hauptwerk des Künstlers zitiert, eines gebürtigen Kroaten, der 1516 nach Italien kam und dort mit seinen illuminierten Handschriften Furore machte.



Der neugotische Einband
In Ermangelung des Originaleinbands, der in den Wirren der napoleonischen Kriege verloren ging, wurde die Handschrift von den Londoner Buchbindern Benjamin II und James Smith 1809-1810 mit einem seltenen, sehr wertvollen Überzug aus rotem Samt im neugotischen Stil ausgestattet. Eckbeschläge und Schließen sind aus ziseliertem Silber, auf dem Vorderdeckel findet sich das mehrfärbige Porzellanwappen der Familie Towneley als letzter Besitzerin des Werks.



Die Website zum Werk: www.lezionariofarnese.it

Fotogalerie









  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798802Tres_Riches_Heures_16.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798852Tres_Riches_Heures_22.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798857Tres_Riches_Heures_30.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798871Tres_Riches_Heures_42.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798887Tres_Riches_Heures_43.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798918Tres_Riches_Heures_47.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798902Tres_Riches_Heures_45.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798938Tres_Riches_Heures_49.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798951Tres_Riches_Heures_52.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798973Tres_Riches_Heures_53.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798989Tres_Riches_Heures_55.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251799044Tres_Riches_Heures_56.jpg

Der berühmteste Kodex aller Zeiten

WERKBESCHREIBUNG

Die Très Riches Heures des Herzogs von Berry Bibliotheque du Château de Chantilly, Ms. 65


Die Très Riches Heures des Herzogs von Berry, unbestrittener Höhepunkt der flämischen Miniaturenmalerei, stellen mit Sicherheit den berühmtesten illuminierten Kodex aller Zeiten dar. Das um den Beginn des 15. Jahrhundert von den drei größten Buchmalern ihrer Zeit, den Gebrüdern Limburg, ausgeführte höchst außergewöhnliche Buch war ursprünglich der ganze Stolz der Bibliothek Jean de Berrys, die über dreihundert Meisterwerke umfasste.


Der wertvolle Buchschmuck
Jede Seite dieses herausragenden Manuskripts weist einen enorm opulenten, abwechslungsreichen Schmuck auf. Die insgesamt 208 Blätter beherbergen mehr als dreitausend vergoldete Initialen und gut 130 gold- und silbergehöhte Miniaturen, darunter die zwölf hochberühmten Kalenderbilder, in denen ein Sinn für die Harmonie zwischen Mensch und Natur spürbar wird.


Drei Meister für einen bibliophilen Auftraggeber
Die Très Riches Heures des Herzogs von Berry stellen den unerreichten Höhepunkt der europäischen Illuminationskunst zwischen dem Ende der Gotik und dem Beginn der Renaissance dar und gelten als absolutes Hauptwerk der Gebrüder Hermann, Paul und Jehanequin Limburg. Die drei Brüder aus Nimwegen wirkten von 1411 bis 1416 an der Ausstattung des Kodex mit und verstarben dann 1416 auf mysteriöse Weise, vermutlich an der Pest. Bei ihrem Tod war das Buch noch unvollendet und wurde erst 1485 auf Geheiß von Karl I., Herzog von Savoyen, durch einen weiteren hervorragenden Buchmaler namens Jean Colombe fertiggestellt. Jean de Berry war ein überaus gebildeter Mann, ein großer Bücherfreund und fachkundiger Sammler von Antiquitäten, Gobelins, Münzen, Juwelen, Reliquien, Kameen und Herrscherporträts, die heute aus den punktgenauen Inventarien seiner Sammlungen bekannt sind, welche sein Bibliothekar Robinet d’Etampes für ihn angelegt hat.


Eine verzauberte Welt
Von den Miniaturen der Brüder Limburg geht eine unmittelbare, sehr packende Faszination aus; sie vermitteln dem Betrachter eine Welt, die verzaubert scheint. Durch ihre meisterhaften Fähigkeiten und Kenntnisse in sowohl Farbgestaltung und Komposition sowie ihre genaue Beobachtungsgabe führen uns die drei Brüder die Zerstreuung bei Hof genauso vor Augen wie die Anstrengungen der Feldarbeit, die betörende Schönheit der Landschaft und die Monumentalität der Burgen und ummauerten Städte, die prunkvolle Gewandung der hohen französischen Gesellschaft und die simplen Kleider der Bauern.


Die Website zum Werk: www.tresrichesheures.it

Fotogalerie









  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1252492369Libro_Sorti_08.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1252492383Libro_Sorti_10.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1252492407Libro_Sorti_11.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1252492421Libro_Sorti_12.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1252492472Libro_Sorti_13.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1252492484Libro_Sorti_15.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1252492549Libro_Sorti_16.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1252492563Libro_Sorti_17.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1252492577Libro_Sorti_18.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1252492594Libro_Sorti_23.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1252492609Libro_Sorti_24.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1252492625Libro_Sorti_26.jpg

Ein Gesellschaftsspiel der italienischen Renaissance

WERKBESCHREIBUNG

Seit jeher stellt sich der Mensch die Frage nach seiner Zukunft.



Was wird aus mir? An wen kann ich mich wenden, um eine Antwort zu erhalten, die mir hilft, mein eigenes Schicksal vertrauensvoll anzunehmen? Um diesen Bedarf zu befriedigen erfand und schrieb der Perugianer Lorenzo Spirito Gualtieri (1426-1496) eigenhändig zur Zerstreuung einer Adelsfamilie in Perugia (vielleicht die Braccio da Montone) ein Gesellschaftsspiel – Il Libro delle Sorti – das Fragen und Antworten zu Themen enthielt, mit denen man sich auch damals gerne beschäftigte: Glück, Ehe, Geburt eines Kindes, der Zeitpunkt des Todes, Ausgang eines Krieges oder geschäftlicher Erfolg. Die heute in der Biblioteca Nazionale Marciana in Venedig bewahre Handschrift wurde hervorragend angenommen und mit Dutzenden Druckauflagen in Italien und international in kürzester Zeit zu einem großen verlegerischen Erfolg.



Das von seinem Autor 1482 fertig gestellte Libro delle Sorti umfasst fünf Abschnitte – Rad der Fortuna, König, astrologische Symbole, Himmelssphären, Propheten – die jeweils im ersten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts  von umbrischen Malern aus dem Umfeld des Pietro Perugino und des jungen Raffael illustriert wurden. Ein prachtvoller Miniaturenzyklus mit Goldhöhungen, der das mittelitalienische Bildgut dieser Zeit perfekt vereint.






Merkmale



• Vollständige Reproduktion des Kodex lt. IX, 87 (=6226) der Biblioteca Nazionale Marciana in Venedig.



• Einzelband im Format 17,4x24,4 cm, 128 Seiten.



• Druck mit speziellem stochastischen Raster und Reproduktion der Goldpartien mit Blatt- und Pinselgold



• Handwerklich gebunden mit handgehefteten Lagen



• Buchdecke aus Pergament mit Goldprägung



• Limitierte Ausgabe: 980 nummerierte und durch Zertifikat bestätigte Exemplare



• Kommentarband im selben Schuber



• Spielanweisung mit Regeln und Text



• Elegante Kassette aus kostbarem Mahagoni mit Abteilungen für das Faksimile, den Kommentar, die Spielanweisung und drei dazugehörende Würfel

Fotogalerie









  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798192Ore-Torriani_03.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798221Ore-Torriani_04.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798227Ore-Torriani_05.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798237Ore-Torriani_06.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798246Ore-Torriani_07.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798258Ore-Torriani_09.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798270Ore-Torriani_10.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798307Ore-Torriani_11.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798343Ore-Torriani_12.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798372Ore-Torriani_15.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251798411Ore-Torriani_16.jpg

Il gioiello del Rinascimento lombardo

WERKBESCHREIBUNG

Das Torriani-Stundenbuch


Bibliothèque du Château de Chantilly, Ms. 83


Trotz der geringen Größe darf dieses wertvolle Stundenbuch aufgrund des so außergewöhnlichen Einbands und des reichen Miniaturenzyklus als ein veritables Juwel gelten.


Der wertvolle Einband
Das Torriani-Stundenbuch ist eine der wenigen Handschriften ihrer Zeit, die noch den Originaleinband aufweist und daher ein Gegenstand von hohem Seltenheitswert! Die beiden Buchdeckel aus ziseliertem vergoldeten Silber sind reich mit Kameen der Heiligen Katharina und Luzia geschmückt, auf der Innenseite prangen 14 emaillierte Darstellungen wie der Judaskuss, die Kreuztragung sowie zwölf Heiligenbüsten. Das Torriani-Stundenbuch stellt somit einen herausragenden Zeugen des Überschwangs und der Finesse dar, wie sie für Andachtsgegenstände aus den milanesischen Goldschmiedeateliers unter den Sforza typisch waren.


Der aufwendige Buchschmuck
Gut dreißig Miniaturen schmücken den kleinen Kodex für die private Andacht: Zwölf davon illustrieren den Kalender, achtzehn das Marienoffizium, darunter sechs Vollbilder und zwölf mit historisierten Initialen, Fantasiearchitekturen sowie Blütenzweigen mit Putten, Vögeln und Hasen.


Eine renommierte Buchmalerwerkstatt
Der Bilderzyklus des Torriani-Stundenbuches lässt sich auf das milanesische Buchmaleratelier des Giovanni Ambrogio de Predis zurückführen. Eine renommierte Werkstatt, die mit den neuesten Ergebnissen der lombardischen Malerei des 15. Jahrhunderts aufwartete, insbesondere der Kunst des Leonardo da Vinci, mit dem Predis 1483 an der Felsenmadonna zusammenarbeitete. Der höchst naturalistische Randschmuck, in dem blühende Triebe, Tiere und Juwelen prangen, stammt von der Hand des jungen Matteo da Milano, einem der wichtigsten Miniaturenmaler milanesischen Ursprungs, der für die berühmtesten Häuser der italienischen Renaissance tätig war.


Die Website zum Werk: www.oretorriani.it

Fotogalerie









  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251796863Ore-Durazzo_03.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797069Ore-Durazzo_05.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251796950Ore-Durazzo_08.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251796958Ore-Durazzo_09.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251796972Ore-Durazzo_11.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797131Ore-Durazzo_12.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797143Ore-Durazzo_13.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797153Ore-Durazzo_14.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797162Ore-Durazzo_17.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797190Ore-Durazzo_21.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797202Ore-Durazzo_22.jpg

Ein Juwel in Purpur und Gold

WERKBESCHREIBUNG

Das Durazzo-Stundenbuch, welches nach seinem letzten Besitzer benannt ist, stellt ein kleines Meisterwerk des Malers und Buchmalers Francesco Marmitta dar. Ein ungewöhnliches Werk, das sich von anderen Andachtsbüchern für den privaten Gebrauch durch zwei Besonderheiten unterscheidet – die Verwendung von purpurfarbenem Pergament und die Chrisographie, also Goldschrift, hier von der Hand eines Meisters der Kalligraphie namens Pietro Antonio Sallando, Dozent an der Universität Bologna.


Der Goldschmied der illuminierten Seiten
Der herausragende, auch als Goldschmied und Schnitzer hochbegabte Künstler Francesco Marmitta (1462/1466 bis ca. 1505) aus Parma hat seine Fähigkeiten nicht nur in Luxusbänden wie dem Durazzo-Stundenbuch bewiesen, sondern auch im wunderschönen Missale des Domenico della Rovere im Museo Civico Turin. Aus seinen Meisterwerken sprechen neben einer großen Sensibilität der Linienführung und einem ausgeprägten Talent für die Landschaftsmalerei, eine besondere Vorliebe für Juwelen, Medaillen und Kameen, die er in einer raffinierten Malweise wiedergibt.


Bezaubernder Buchschmuck
Die intendierte Bezugnahme auf die klassische Tradition durch den Gebrauch von Purpur und von Goldbuchstaben wird durch das Schmuckrepertoire, bestehend aus Panoplien, Medaillen, Kameen und Bucranien noch betont, während die Bildsprache des Kalenders und des Marienoffiziums Anleihen aus dem neueren Schatz der Bologneser Bildkultur erkennen lässt, mit besonderem Augenmerk auf Amico Aspertini.


Der raffinierte Einband
Der elegante, aufwendige Einband aus ziseliertem Silber und getriebenen Goldteilen auf Purpursamtgrund stammt aus der Entstehungszeit des Buches, das mit der selben Freude an der Dekoration gestaltet wurde. Prachtvoll auch die überbordenden klassizistischen Motive wie Palmetten, Akanthuszweige, Lavendel, Trauben, Vasen, Masken, Skarabäen und Stierköpfe. Die Silberschließen zieren zwei kleine Rubine.


Die Website zum Werk: www.oredurazzo.it

Fotogalerie









  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797527Ore-Ghislieri_01.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797535Ore-Ghislieri_02.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797543Ore-Ghislieri_04.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797551Ore-Ghislieri_07.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797561Ore-Ghislieri_09.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797582Ore-Ghislieri_13.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797572Ore-Ghislieri_10.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797595Ore-Ghislieri_19.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797605Ore-Ghislieri_20.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797635Ore-Ghislieri_21.jpg

Eine Pinakothek en miniature

WERKBESCHREIBUNG

Das Stundenbuch des Bonaparte Ghislieri






London, British Library, Ms. Yates Thompson 29






Ein Schmuckkästchen der Meisterwerke Im Bestreben, eine kleine Anthologie des Besten zu schaffen, was die mittelitalienische Buchmalerei dieser Zeit zu bieten hatte, wollte Ghislieri einige der berühmtesten und anerkanntesten Künstler der Zeit zusammen bringen, wobei jeder eine ganzseitige Miniatur beisteuern sollte. So bietet diese Handschrift eine Abfolge verschiedener Hände, darunter Amico Aspertini: Anbetung der Hirten, Perugino: hl. Sebastian, Lorenzo Costa: König David mit der Kithara, Francesco Francia: hl. Hieronymus und vermutlich Matteo da Milano: Verkündigung.






Bewundernswerte Ausstattung



Bewundernswert ist auch der Rahmenschmuck der Bilder, der reich mit Blütenmotiven und klassischen Elementen versehen ist. Einige Seiten sind mit Grotesken umgeben, grazilen, bizarren Figuren in Anlehnung an den Schmuck der Grotten am Esquilin in Rom bzw. den unterirdischen Überresten des domus aurea von Nero, die 1480 entdeckt und von den Malern dieser Zeit bereitwillig aufgegriffen wurden.






Der wertvolle Einband



Besondere Erwähnung verdient auch der Einband, ein Überzug aus fein geprägtem Saffianleder mit Blumenmotiven auf einem Grund aus buntem Seidenatlas. Die Buchdeckel wurden mit zwei harten Steinen besetzt, zwei zentrale Medaillons zeigen die Figuren der Verkündigung.






Die Homepage zum Werk: www.oreperugino.it






Fotogalerie









  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251795792Divina-Commedia_02.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251795801Divina-Commedia_03.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251795830Divina-Commedia_04.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/12526677242.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251795847Divina-Commedia_09.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251795855Divina-Commedia_10.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251795864Divina-Commedia_11.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/12526677498.jpg

Der Stolz eines großen Herrschers

WERKBESCHREIBUNG

Die Göttliche Komödie des Alfons von Aragon


London, British Library, Ms. Yates Thompson 36


Dieses herausragende Manuskript der Divina Commedia, das mit mehr als einhundert prachtvollen Miniaturen und historisierten Initialen zur Einleitung der Gesänge geradezu verschwenderisch ausgestattet ist, wurde in der Toskana um die Mitte des 15. Jahrhunderts im Namen eines berühmten Auftraggebers, Alfons von Aragon genannt der Große, König von Neapel, in Auftrag gegeben. Die Handschrift ist deswegen so besonders wertvoll, weil sie zu den wenigen gehört, die alle drei Gesänge des weltberühmten Gedichts von Dante erschöpfend illustrieren.


Zwei wahrhaft große Namen der Buchmalerei Der prachtvolle Bilderzyklus in der Göttlichen Komödie ist das Werk zweier unterschiedlicher Künstler aus Siena: Lorenzo di Pietro, genannt der Ältere (Vecchietta), der von 1442 bis 1450 sämtliche Initialen sowie die Szenen des Inferno und der Hölle geschaffen hat; sowie Giovanni di Paolo, der in der Ausstattung des Paradieses die spirituelle Seite gedanken- wenn nicht traumverloren in märchenhaft, irreale Stimmungen übersetzte.


Kontrastierende Stimmungen In den 115 illuminierten Szenen des Bas-de-Page ist die unterschiedliche Inspiration der beiden Künstler klar erkennbar. So steht der leuchtenderen und dramatischeren Ader des Vecchietta das strahlende Blau der Himmel des Giovanni di Paolo gegenüber, die betörende Schönheit seiner von der Toskana inspirierten Landschaften und die den meisten Miniaturen eigene Präsenz der Figuren von Dante und Beatrice.


Leuchtendes Gold Zur außergewöhnlichen Eindringlichkeit der Bilder kommt noch die Opulenz der Goldelemente, mit denen die Rahmen jeder einzelnen Seite verziert sind, insbesondere jener des Paradieses, um den gemalten Szenen eine besondere Leuchtkraft zu verleihen. Darüber hinaus ist die elegante Schrift des einspaltig geschriebenen und durch Initialen gegliederten Texts perfekt lesbar, eine Besonderheit, die neben der Betrachtung der zauberhaften Illustrationen auch die Lektüre der Verse zum Hochgenuss werden lässt.

Fotogalerie






  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797737Ore-Medici_02.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797745Ore-Medici_03.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797754Ore-Medici_04.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797763Ore-Medici_05.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797772Ore-Medici_06.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797798Ore-Medici_07.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251797807Ore-Medici_12.jpg

Kronjuwel der Florentiner Buchkunst

WERKBESCHREIBUNG

Das Stundenbuch des Lorenzo de’ Medici


Firenze, Biblioteca Medicea Laurenziana, Ms. Ashburnam 1874


IBei dieser Handschrift handelt es sich um eines von fünf „Offizienbüchlein für Frauen“, die in einem 1492 aus Anlass des Ablebens von Lorenzo de’ Medici erstellten Inventar erwähnt sind, der diese vermutlich als Hochzeitsgeschenk für seine Töchter in Auftrag gegeben hat.


Bereits die Umschreibung „für Frauen“ evoziert etwas kleines und gleichzeitig so wertvolles wie ein Juwel, das für die delikaten Hände einer Renaissance-Dame gedacht war. Kaum größer als eine heutige Ansichtskarte (er misst gerade mal 10x15 cm), besticht der Kodex Ashburnham 1874 noch bevor man ihn aufschlägt durch seinen außergewöhnlichen Einband aus violettem Samt, mit Beschlägen und Eckbeschlägen aus ziseliertem vergoldetem Silber, die auf Vorder- und Rückdeckel mit einem großen Lapislazuli und vier Rosenquarzen besetzt sind. Alles in dieser Handschrift weist auf eine prestigereiche Herkunft und einen ebensolchen Adressaten hin – vom Einband zur gestochen schönen Schrift, bis zur wohldurchdachten Zusammenstellung der Miniaturen, die Francesco Rosselli zugeschrieben werden, seines Zeichens Kupferstecher, Miniator, Kartograf und Maler, neben Francesco di Antonio del Chierico der berühmteste Vertreter der Florentiner Schule. Jedes der 233 Blätter der Handschrift enthält zumindest ein Element, eine Initiale, ein Fries zur Verschönerung des Texts, sie alle sind nach den strengsten Harmonieregeln der Buchkunst auf der Seite angeordnet.

Fotogalerie









  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251795580Bibbia_Montefeltro_02.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251795591Bibbia_Montefeltro_05.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251795603Bibbia_Montefeltro_11.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251795612Bibbia_Montefeltro_12.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251795624Bibbia_Montefeltro_14.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251795652Bibbia_Montefeltro_17.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251795658Bibbia_Montefeltro_18.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251795672Bibbia_Montefeltro_20.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251795683Bibbia_Montefeltro_22.jpg

Ein Denkmal fürstlicher Größe

WERKBESCHREIBUNG

Die Bibel des Federico da Montefeltro


Biblioteca Apostolica Vaticana, Mss. Urb. Lat. 1 e Urb. Lat. 2


Die Bibel des Federico da Montefeltro, ein herausragendes Denkmal der Buchmalerei, stellt sich als jenes Werk der Buchkunst dar, in welchem die italienische und europäische Bildkultur des 15. Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreicht.


Ein herausragendes Werk
Zu einer Zeit entstanden, als der Buchdruck mit beweglichen Lettern seinen Siegeszug antritt, unterscheidet sich die Bibel von der üblichen Typologie des illuminierten Buches sowohl durch ihre beeindruckende Größe als auch durch die Anzahl der Folien, wovon 35 mit Miniaturen versehen sind, die als eigenständige Gemälde gelten können.


Genies der Buchmalerei
Die als Kronjuwel der Biblioteca da Montefeltro gedachte Bibel wurde von Ugo Comminelli da Mézières geschrieben und in Florenz in nur zwei Jahren (1477/1478) von Francesco di Antonio de Chierico ausgestattet: Der höchstbewertete Illuminator jener Zeit wurde dem Duca Urbinate von Lorenzo de’ Medici selbst großzügig „leihweise zur Verfügung gestellt “. Neben Francesco wirkten so berühmte Namen aus der Geschichte der Buchmalerei daran mit wie Attavante degli Attavanti, Francesco Rosselli und mit einiger Wahrscheinlichkeit auch Davide Ghirlandaio, der Bruder des bekannteren Domenico.


Anklänge der Renaissance
Durch die Hand dieser Künstler fließt das überaus reiche Bildgut des Florentiner Quattrocento in die Miniaturen dieser Bibel ein. Ein Blick auf die Bilder genügt, um den Einfluss der bedeutendsten Vertreter der toskanischen Renaissance zu erkennen.

Fotogalerie









  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251799704Ore-Visconti_02.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251799715Ore-Visconti_06.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251799729Ore-Visconti_13.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251799741Ore-Visconti_14.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251799752Ore-Visconti_22.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251799782Ore-Visconti_23.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251799800Ore-Visconti_27.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251799829Ore-Visconti_30.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251799841Ore-Visconti_33.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251799870Ore-Visconti_40.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251799881Ore-Visconti_43.jpg

Kronjuwel der lombardischen Buchmalerei

WERKBESCHREIBUNG

Das Stundenbuch der Visconti



Firenze, Biblioteca Nazionale Centrale, Mss. BR 397 e LF 22



Hinter dem Schlagwort Offiziolo Visconti (oder Visconti-Stundenbuch) verbirgt sich ein außergewöhnlich reich illustriertes Gebetbuch in zwei Bänden, dessen Miniaturen in verschiedenen Epochen von zwei sehr unterschiedlichen Malern ausgeführt wurden. Der erste, Giovannino de’ Grassi, stattete mit einigen Gehilfen die ersten Seiten für Gian Galeazzo Visconti aus, nach dessen Ableben 1402 die Arbeiten unterbrochen wurden, um später von Belbello da Pavia wieder aufgenommen zu werden, als Gian Galeazzos Sohn, Filippo Maria, 1412 die Herzogwürde verliehen wurde. In seinen letzten Lebensjahren hatte Gian Galeazzo Pavia und Mailand zu zwei der größten Zentren der europäischen Buchmalerei gemacht, indem er eine wirklich einzigartige Reihe prachtvoll illustrierter Bücher über Pflanzen, Tiere, Medizin und die Jahreszeiten in Auftrag gab. Während der Schreiber, der die Texte des Gebetbuches erstellte, mit seinem Namen Frate Amadeo unterzeichnete, blieben die Buchmaler – wie in dieser Zeit üblich – anonym. Allein aufgrund externer Belege wissen wir, dass die Zeichnungen im ersten Teil der Handschrift der Vorstellungskraft von Giovannino de’ Grassi zu verdanken sind. Der zweite Teil des Stundenbuches ist einem weiteren großen Buchmaler namens Belbello da Pavia zuzuschreiben. Ein Großteil von Belbellos Miniaturen im Visconti-Stundenbuch entstammen der frühen Phase seiner künstlerischen Entwicklung, die sich zunächst durch einen kompakten, detail- und pretiosenreichen Stil auszeichnet und später in die breitere und farblich kühnere Formensprache des Missales von Mantua übergeht.

Fotogalerie









  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251795950Historia-Plantarum_07.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251795977Historia-Plantarum_08.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251795981Historia-Plantarum_13.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251795996Historia-Plantarum_14.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251796023Historia-Plantarum_15.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251796029Historia-Plantarum_16.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251796038Historia-Plantarum_17.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251796054Historia-Plantarum_21.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251796083Historia-Plantarum_22.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251796094Historia-Plantarum_23.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251796102Historia-Plantarum_25.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251796114Historia-Plantarum_31.jpg

Die medizinische Enzyklopädie Kaiser Wenzels

WERKBESCHREIBUNG

Historia Plantarum



Roma, Biblioteca Casanatense, Ms.459



Diese auch unter dem Titel Tacuinum sanitatis bekannte eindrucksvolle Handschrift aus der Biblioteca Casanatense in Rom ist eine Enzyklopädie der Naturwissenschaften mit Beschreibungen von Pflanzen, Mineralien und Tieren unter besonderer Bezugnahme auf ihre medizinische und therapeutische Wirkung. Der Kodex ist auf das ausgehende 14. Jahrhundert datierbar und wurde am Hof Gian Galeazzo Viscontis angefertigt, der ihn später Wenzel IV., König von Böhmen und Deutschland überreichte. Auf den 295 Blättern der Handschrift werden über fünfhundert Illustrationen von Pflanzen in alphabetischer Reihenfolge angeboten, die ein überaus detailliertes und imposantes Bild von der Breite der Kenntnisse über die Pflanzenwelt vermitteln, die man im Italien des Spätmittelalters besaß. Zu diesen botanischen Darstellungen kommen mehr als achtzig Illustrationen von Tieren, aus denen man heilende Wirkstoffe gewann sowie mehr als dreißig Darstellungen mineralischer Derivate. Darüber hinaus bringen zahlreiche Stichworte Szenen und Persönlichkeiten zur Illustration von Episoden aus dem täglichen Leben. Initialen umschließen die Büsten von Ärzten oder Gelehrten.

Fotogalerie









  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251794914Bibbia_Borso_03.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251794956Bibbia_Borso_09.jpg

  • http://grandiopere.fcp.it/facsimili/wp-content/files_flutter/1251794984Bibbia_Borso_10.jpg

Die schönste Handschrift der Welt

WERKBESCHREIBUNG

Die Bibel des Borso d’Este



Modena, Biblioteca Estense Universitaria, Mss. Lat. 422 e Lat.423



Die für Borso d’Este, von 1455 bis 1461 Herzog von Ferrara, angefertigte Bibel stellt den absoluten Höhepunkt der italienischen Buchmalerei der Renaissance dar. In diesem Kodex findet sich erstmals die neue Bildersprache der Renaissance und Buchschmuck, der die neue Rationalität mit der Fantasie und Eleganz der Spätgotik verbindet. An diesem Werk waren die größten Buchmaler ihrer Zeit beteiligt, mit dem Ziel ein Werk zu schaffen, das die Prachtentfaltung am Hof der Este und die Generosität des Herzogs für kommende Jahrhunderte auf Pergament bannte. Die Buchmaler, darunter so herausragende Künstler wie Taddeo Crivelli und Franco de’ Russi bemalten jedes Blatt der Handschrift auf recto und verso. Dabei orientierten sie sich an den neuen Regeln der Perspektive aus der Toskana und am Realismus der flämischen Kunst. Bemerkenswert sind auch die Friese mit einer unglaublichen Vielfalt an Motiven aus der Mythologie, der Tierwelt und Heraldik. Als Gesamtwerk stellt die Bibel des Borso d’Este eine Ausnahmegalerie der Renaissancemalerei dar, an deren Pracht kein anderes zeitgenössisches Monument heranreicht.

Fotogalerie









Franco Cosimo Panini Editore Via Giardini 474/D - 41124 Modena tel. 059.2917311 - fax 059.2917381 - Informazioni societarie - Privacy - Area riservata